Peter Iljitsch Tschaikowski: Charodeyka (Die Zauberin)

Das «Theater an der Wien» setzt sich für die selten aufgeführte Oper «Die Zauberin» von Peter Tschaikowsky ein. Es ist eine Geschichte mit grossen, dramatischen Tableaus, mit einer starken Frauenfigur in der Hauptrolle und musikalisch unter anderem mit einem originellen Chor-Dezett.

Ein Chor-Tableau für 10 Gesangsstimmen im 1. Akt und ein weiterer wirkungsvoller Chor-a cappella-Auftritt am Schluss: Peter Tschaikowsky zieht musikalisch grosse Register, um die finstere, russisch-folkloristisch eingefärbte Handlung effektvoll auf die Bühne zu bringen.

Vierzehn verschiedene Rollen gibt es in der Oper, doch die Kernhandlung beschränkt sich auf vier: Eine Fürstenfamilie, in der der Familienhorror wütet. Mit einem Vater, der fremd geht und dieselbe Frau liebt wie der Sohn. Und einer Mutter, die vor Eifersucht rast. Die titelgebende «Zauberin» ist Nastasja: keine eigentliche Magierin, aber eine junge Wirtin, die die Männer irre macht. Und eine starke Frauenfigur.

Oper in vier Akten nach einem Libretto von Ippolit Wassiljewitsch Schpaschinski.

Mikhail Tatarnikov, Leitung
Radio-Symphonieorchester Wien
Arnold Schoenberg Chor
Vladislav Sulimsky, Bariton (Fürst Kurljatew)
Agnes Zwierko, Mezzosopran (Fürstin Jewpraxija)
Maxim Aksenov, Tenor (Prinz Nikita)
Vladimir Ognovenko, Bass (Mamyrow)
Hanna Schwarz, Mezzosopran (Nenila)
Martijn Cornet, Bassbariton (Iwan Schuran)
Asmik Grigorian. Sopran (Nastasja)
Martin Snell, Bariton (Foka)
Natalia Kawalek-Plewniak, Sopran (Polya)
Erik Arman, Tenor (Balakin)
Stefan Cerny, Bassbariton (Potap)
Vasily Efimov, Tenor (Lukasch)
Nikolay Didenko, Bass (Kitschiga)
Andreas Conrad, Tenor (Paisi)
Martin Winkler, Bariton (Kudma)

Aufnahme vom 14./16. September 2014 im Theater an der Wien

Redaktion: Patricia Moreno