Piotr I. Tschaikowsky: Iolanta. Lyrische Oper

In seiner letzten Oper «Iolantha» zeigt sich Piotr Tschaikowsky von seiner lyrischen Seite. Und das ist ungewöhnlich. Während über Tschaikowskys privatem Leben die Bedrohungen für den Komponisten grösser wurden, liegen über diesem Opernlibretto keine dunklen Schatten.

Das ist auch unkonventionell für eine Opernhandlung, und die Betonung des Lyrischen (und nicht des Dramatischen) liess das Publikum bei der Premiere im Dezember 1892 denn auch ratlos zurück. Und weniger als ein Jahr danach war Tschaikowsky tot.

Für die vernachlässigte Oper hat sich diesen Sommer Mikhail Pletnev stark gemacht an seinem Festival, das er dieses Jahr bereits zum 8. Mal mit seinem Russischen Nationalorchester veranstaltet hat.

Piotr I. Tschaikowsky: Iolanta. Lyrische Oper

Russian National Orchestra
Staatschor der Philharmonie Region Moskau
Mikhail Pletnev, Leitung
Pyotr Mignunov, Bass (König René)
Dmitry Vargin, Bariton (Herzog Robert)
Victor Antipenko, Tenor (Graf Vaudémont)
Elchin Azizov, Bariton (Ibn-Hakia)
Yaroslav Abaimov, Tenor (Alméric)
Nikolai Kazanksy, Bass (Bertrand)
Anastasia Moskvina, Sopran (Iolanta)
Svetlana Shilova, Alt (Marta)
Margarita Ivanova, Sopran (Brigitta)
Alexandra Kadurina, Mezzosopran (Laura)

Aufführung vom 26. September 2016, Tschaikowsky-Konzertsaal, Moskau

Diese Oper können Sie 30 Tage nach Sendetermin nachhören.

Redaktion: Moritz Weber