Pjotr Iljitsch Tschaikowsky: Die Jungfrau von Orléans. Oper

Eine russische Oper zum (wieder) Entdecken: Tschaikowskys selten gespielte Version des Jeanne d'Arc-Stoffes.

Das Libretto schrieb Tschaikowsky selbst, auf Grundlage von Friedrich Schillers Tragödie. Der Komponist war sich zwar bewusst, dass er damit nicht ganz der historischen Wahrheit folgte. Was ihn an dieser Fassung aber fesselte: Das Psychologische der Darstellung.

Und so haben wir in dieser Oper nicht nur die Geschichte der französischen Freiheitskämpferin, sondern auch eine Leidenschaft aus Liebe. Wenn Jeanne sich nämlich auf dem Schlachtfeld in den feindlichen Lionel verguckt. Was tun? Der Leidenschaft nachgeben? Und damit die Nation verraten? Eine perfekte Grundvoraussetzung für den Komponisten Tschaikowsky, der ein Meister war in der Darstellung von inneren Zwiespälten.

Orchestre de la Suisse Romande
Dmitri Jurowski , Leitung
Chor des Grand Théâtre (Einstudierung: Alan Woodbridge)
Migran Agadzhanyan, Tenor (König Karl VII)
Marek Kalbus, Bass (Erzbischof)
Roman Burdenko, Bariton (Dunois)
Boris Pinkhasovich, Bariton (Lionel)
Alexey Tikhomirov, Bass (Thibaut d'Arc)
Boris Stepanov, Tenor (Raymond)
Alexander Milev, Bass (Bertrand)
Aleksandar Chaveev, Bass (Soldat)
Peter Baekeun Cho, Bass (Lore)
Ksenia Dudnikova, Sopran (Jeanne d'Arc)
Mary Feminear, Sopran (Agnès Sorel)
Iulia Elena Preda, Sopran (Engel)

Konzertante Aufführung vom 12. April 2017, Victoria Hall, Genf

Dieses Konzert können Sie während 30 Tagen nach Sendetermin nachhören.

Redaktion: Patricia Moreno