Richard Wagner, die Letzte: «Parsifal»

Konzertante Aufführung auf historischem Instrumentarium - eine Aufnahme aus dem Konzerthaus Dortmund vom 22. Januar 2013.

Der Gralstempel: das Bühnenbild der Uraufführung von «Parsifal» 1882 in Bayreuth.
Bildlegende: Der Gralstempel: das Bühnenbild der Uraufführung von «Parsifal» 1882 in Bayreuth. Wikimedia

Wagner auf Darmsaiten? Wagner ohne Vibrato?? Wagner in historischer Aufführungspraxis??? Der Dirigent Thomas Hengelbrock will es genau wissen und lässt das ganze konventionelle und verkrustete Wagner-Pathos zur Seite. Unter seinen Händen wird Parsifal nicht zur sämigen Sauce, sondern eher zu einem rasanter Bühnenthriller, der nicht einmal mehr vier Stunden dauert. Was den eingeweihten Wagnerianern schon fast wie eine Gotteslästerung vorkommt.

Für seinen neuen Parsifalklang liess Hengelbrock ein paar historische Instrumente nachbauen: die Ritterbratsche, die Kurbelpauken und die originale Bayreuther Donnermaschine. Und fügt dafür auch ein paar neue hinzu: anstelle des Gralsglockenklaviers wählt er lieber eine Mischung von Plattenglocken, Java- und Thai-Gongs. Es soll auf exotische Weise schaurig schön geklungen haben.

Das SängerInnen-Team:

Simon O'Neill, Parsifal

Angela Denoke, Kundry

John Relyea, Gurnemanz

Matthias Goerne, Amfortas

Johannes Martin Kränzle, Klingsor

Victor von Halem, Titurel

Balthasar-Neumann-Chor und Solisten

Balthasar-Neumann-Ensemble

Leitung: Thomas Hengelbrock

Redaktion: Gabriela Kaegi