Selten gehört: Bruckners «Nullte» und Tschaikowskys «Zweites»

Eine Null ist nicht Nichts - gerade bei Anton Bruckner. Und so beendet die «Nullte» denn auch den Bruckner-Zyklus des Dirigenten Paavo Järvi in Frankfurt.

Büste von Anton Bruckner
Bildlegende: Die Büste von Anton Bruckner steht in Wien. Imago/imagebroker

»Ungiltig«, »nur ein Versuch«, »ganz nichtig« und »annulirt« hat der überaus selbstkritische Anton Bruckner über seine sinfonische Partitur mit der Null geschrieben. Und diese Null dann sogar noch eigenhändig durchgestrichen. Trotzdem gilt diese «Nullte» Sinfonie heute als echter Bruckner.
Und als echter Tschaikowsky ist auch dessen zweites Klavierkonzert anzusehen, obschon auch dieses Werk im Schatten des populären und fast übermächtigen Vorgängerkonzertes mit der Nummer Eins steht. Zu Unrecht, wie der amerikanisch-israelische Meisterpianist Yefim Bronfman in diesem Konzert zeigt.

Pjotr I. Tschaikowsky: Klavierkonzert Nr. 2 G-Dur op. 44
Anton Bruckner: Sinfonie d-Moll «Nullte»

hr-Sinfonieorchester
Paavo Järvi, Leitung
Yefim Bronfman, Klavier

Konzert vom 24. März 2017, Alte Oper, Frankfurt

Redaktion: Sara Trauffer