Tod, Tränen und Verklärung mit der basel sinfonietta

Wie klingt der Tod in der Musik? Wie eine sizilianische «Banda» bei einer Karfreitagsprozession in Stefano Piffarinis Trauermarsch «Via del Paradiso»; oder aber romantisch-ästhetisiert wie bei Richard Strauss und seiner Tondichtung «Tod und Verklärung».

Ein Kontrapunkt dazu entsteht bei Modest Mussorgsky und seinen verstörend-hoffnungslosen «Liedern und Tänzen des Todes». Ebenfalls dunkel in der Färbung Bernd Alois Zimmermanns «Ich wandte mich um und sah alles Unrecht, das geschah unter der Sonne».

Die «ekklesiastische Aktion» nach Texten aus der Bibel und Dostojewskis «Brüder Karamasow», verknüpft die berühmte Erzählung vom Grossinquisitor, der Jesus Christus verhaftet, und die Passionsgeschichte zu einer modernen Kantate.


Stefano Piffarini (*1980): Via del paradiso. Sizilianischer Trauermarsch über einem Thema von Marin Marais (2012), Uraufführung

Bernd Alois Zimmermann (1918-1970): Ich wandte mich und sah alles Unrecht, das geschah unter der Sonne. Ekklesiastische Aktion für zwei Sprecher, Bass-Solo und Orchester (1970)

Modest Mussorgski (1839-1881): Lieder und Tänze des Todes für Bass und Orchester (1875/1877), Orchestrierung von Dmitri Schostakowitsch (1962)

Richard Strauss (1875-1937): Tod und Verklärung. Tondichtung für grosses Orchester op. 24 (1890)

basel sinfonietta; Leitung: Timothy Brock
Bass: Dimitry Ivashchenko (Mussorgski), Robert Koller (Zimmermann)
Sprecher: Peter Schweiger, Helmut Vogel

Konzert vom 26.1.2014 im Stadtcasino Basel

Redaktion: Mariel Kreis