Todesklang und Lobgesang

Ohne Dunkelheit kein Licht, ohne Nacht keinen Tag, ohne Tod kein Leben. Der Kontrast von Hell und Dunkel prägt den Konzertabend der Niederländischen Radio-Philharmonie.

Die letzte Nacht
Bildlegende: Die letzte Nacht Keystone

Das Dunkel zuerst: Der georgische Komponist Gija Kantscheli, der dieses Jahr seinen 80. Geburtstag feiert, steigt in «Styx» hinab in die Unterwelt. Mit einer dunklen, ruhigen und melancholischen Musik, die uns mitnimmt auf einen musikalischen Gang zum Todesfluss der griechischen Antike.

Hell hingegen wird es bei Felix Mendelssohn: In seiner «Lobgesang»-Sinfonie lässt der Romantiker alles Dunkle hinter sich, um, gestärkt mit den «Waffen des Lichts», das Gotteslob anzustimmen.

Gija Kantscheli: «Styx» für Viola, Chor und Orchester
Felix Mendelssohn: Sinfonie Nr. 2 B-Dur op. 52 «Lobgesang»

Niederländische Radio-Philharmonie
Markus Stenz, Leitung
Maxim Rysanov, Viola
Rosemary Joshua, Sopran
Rosanne van Sandwijk, Sopran
Attilio Glaser, Tenor

Konzert vom 23. Januar 2015, Tivoli Vredenburg, Utrecht



Redaktion: Moritz Weber