Und immer wieder neu: Es werde Licht! Haydns «Schöpfung»

Es sollte ein Werk werden, durch das der Name des Komponisten fortleben sollte. Was auch genau so eintraf: Joseph Haydns «Schöpfung» erweist sich noch immer als ein musikalisches Urgestein.

Und das Oratorium erweckt auch nach wie vor die musikalische Fantasie seiner Interpreten. Was vielleicht schon am Sujet liegt: Wird doch aus dem Chaos die (musikalische) Welt bei jeder Aufführung neu erschaffen. Für Dramatik auf jeden Fall ist gesorgt, nicht nur mit dem Auftreten von Wind und Wellen bei der Erschaffung der Welt. Haydn bedient damit nicht bloss eine äusserliche Theatralik, er appelliert auch inhaltlich ans Grosse: «Das Erhabene würkt mit starken Schlägen und ergreift das Gemüth unwiderstehlich», sagt ein zeitgenössischer Ästhetiker dazu.

In dieser Aufnahme vom KlaraFestival aus Brüssel ist neben dem Alte-Musik-Meister Philippe Herreweghe auch der Berner Bass Rudolf Rosen mit von der Partie.

Orchestre des Champs Elysées
Collegium Vocale Ghent
Philippe Herreweghe, Leitung
Christina Landshamer, Sopran
Maximilian Schmitt, Tenor
Rudolf Rosen, Bass

Konzert vom 23. März 2014, Palais des Beaux Arts, Brüssel, am «KlaraFestival»

Redaktion: Norbert Graf