Aroha: Gymnastik für Körper, Geist und Seele

Gesundheit

Aroha – das klingt nach einem Gruss aus Hawaii. Es ist aber eine Art Gymnastik. Sie ist die Erfindung eines deutschen Fitnesstrainers. Er hat sich vom Haka, dem Kriegstanz der Maori inspirieren lassen. Dazu kommen Elemente aus dem Kung Fu und dem Tai-Chi. Alles mit besonderer Musik im 3/4-Takt.

Menschen unterschiedlichen Alters beim Ausüben von Aroha.
Bildlegende: Aroha bewegt jung und alt. SRF

«Es tut mir einfach gut», sagt eine rüstige Rentnerin, die heute im Aroha-Kurs der Pro Senectute in Bern nicht mitmachen kann. Weil ihr die Aroha-Musik fehlt und sie dennoch – zumindest etwas für ihren Geist – machen will, schaut sie halt zu.

«Aroha ist eine ganzheitliche Fitnessart. Es geht um Anspannung und Entspannung, um Ausdauer und Kraft», sagt Sonja Huot-Zahnd. Es geht aber auch um den Geist und die Seele. Deshalb auch die Musik.

Huot unterrichtet die Gruppe mit sieben Senioren. Darunter ist auch ein Mann. Aroha ist für Jung und Alt, Mann und Frau. «Mir gefällt besonders das Tänzerische», sagt der rüstige 74-Jährige.

Beim Aroha kommt man wohl ins Schwitzen, aber nicht ausser Atem. Eine Stunde lang ist man an Ort in Bewegung. Von der Mitte aus macht man Ausfallschritte, die Füsse auf elf und ein Uhr, dabei geht man leicht in die Hocke, als ob man sich hinsetzen möchte. Sind die Füsse wieder beieinander, steht man auch wieder aufrecht. Dazu werden auch die Arme bewegt, es wird zum Beispiel an immaginären Gummibändern gezogen, oder man tut, als ob man einen Ball an sich presst. Muskelkraft und Ausdauer eben. Ab und zu erklingt ein lautes gemeinsames «Ho».

Zusammen mit der etwas sphärischen Musik bewegen sich die Seniorinnen und der Senior wie am Schnürchen im Gleichschritt. Nach einer Stunde Aroha sind die Teilnehmer glücklich, ausgepowert, aber nicht erschöpft. Auch die Dame, die diesmal nur zugeschaut und der Musik gelauscht hat, ist zufrieden. «Vor der Lektion war ich etwas traurig», sagt sie «jetzt bin ich zufrieden. Die Stunde hat mir gut getan.»

Moderation: Jörg Stoller, Redaktion: Regula Zehnder