Augenprobleme im Alter

Gesundheit

Gut sehen zu können ist immer wichtig - und im Alter ganz besonders. Nicht nur, um Stürzen vorzubeugen: Lesen, Fernsehen, in Gesellschaft sein, all das schafft Lebensqualität im Alltag. Allerdings kann die Sehkraft im Alter aus vielen Gründen eingeschränkt sein.

Gutes Sehvermögen erhöht die Lebensqualität im Alter.
Bildlegende: Gutes Sehvermögen erhöht die Lebensqualität im Alter. colourbox.com

Krankhafte Veränderungen beeinträchtigen Linse, Netzhaut und Sehnerv. Viele Beschwerden lassen sich auch in hohem Alter noch lindern. Der Basler Augenarzt Pavel Schneider behandelt viele betagte Menschen mit Augenproblemen. Ein häufiges Leiden ist der graue Star. Aufgrund der natürlichen Alterung wird die Linse trüb. Hier lohnt sich oft eine Operation, auch noch in späten Jahren. Dabei wird die eigene Linse durch eine Kunstlinse ersetzt.

Ein solcher Eingriff kann sogar etwas bringen, wenn verschiedene Probleme bestehen, zum Beispiel eine altersbedingte Makula-Degeneration. Bei diesem Leiden schädigen mit den Jahren Ablagerungen eine zentrale Stelle der Netzhaut: die Makula. Die Makula ermöglicht das scharfe Sehen. Was ihren Abbau-Prozess herauszögert: In manchen Fällen eine spezielle Vitamintherapie, aber vor allem ein Verzicht aufs Rauchen.

Auch ein zu hoher Augen-Innendruck kann im Alter die Sehkraft gefährden. Zu hoher Druck schädigt mit der Zeit den Sehnerv. Messungen empfehlen sich bereits ab dem 40. Lebensjahr. Der Druck lässt sich mit Augentropfen senken, die unbedingt regelmässig zu nehmen sind.

Regelmässige Augenkontrollen sind auch im Alter empfehlenswert. Genauso wichtig ist es, eine passende Brille zu tragen, die in gutem Zustand ist.

 

Autor/in: Martina Lichtsteiner