Der Muskelkrampf: lästig, aber meist harmlos

Gesundheit

Viele kennen es: Nachts im Bett wacht man plötzlich auf, weil die Wade krampft. Oder der Muskel zwickt, wenn man ins kühle Nass steigt. Was tun? Zuerst einmal dehnen und für eine gute Zufuhr von Mineralstoffen sorgen.

Ein Mann hält sich seine mittels Retusche rot eingefärbte Wade.
Bildlegende: Die Wadenmuskulatur krampft am häufigsten, vermutlich weil sie körperfern liegt und viel belastet ist. Colourbox

Als Muskelkrampf wird eine unwillkürliche, starke und zum Teil schmerzhafte Anspannung einzelner Muskelgruppen bezeichnet. Zugrunde liegt eine permanente Erregbarkeit des Muskels aufgrund einer Elektrolytstörung. Wichtig für das Gleichgewicht zwischen Erregbarkeit und Ruhe der Muskulatur sind Kalzium, Kalium, Magnesium und Kochsalz.

«Ich rate meinen Patienten, bei häufigen Krämpfen zuerst ein paar Tage Magnesium zu sich zu nehmen», erklärt Hausarzt Christoph Stirnimann, «tritt nach zwei Wochen keine Besserung ein, kann man einen Arzt aufsuchen.»

Bei wiederholt auftretenden Muskelkrämpfen richtet sich die Behandlung nach der Ursache. Durchblutungsstörungen oder neurologische Erkrankungen können vermehrt Krämpfe hervorrufen.

Moderation: Pia Kaeser, Redaktion: Brigitte Wenger