Die Erforschung von Flurnamen

Brauchtum

Hasenstrick, Anthaupt, Gschwäng oder Brüel: Auf diese Flurnamen trifft man in der Schweiz. Historiker und Sprachwissenschaftler sammeln und erforschen solche Namen seit Jahren. So auch SRF-Mundartspezialist Markus Gasser. Im «Musikwelle Magazin» erklärt er, weshalb diese Forschung wichtig ist.

Schild mit der Aufschrift «Chäs und Brot» an einer Bushaltestelle.
Bildlegende: «Chäs und Brot», im Westen von Bern, ist einer von vielen originellen Flurnamen, auf die man in der Schweiz trifft. Wikimedia Commons/Hadi

«Die Begeisterung für Flurnamen hatte ich schon vor meiner Studienzeit», sagt der 49-jährige Sprachwissenschaftler Markus Gasser. «Ich bin auf dem Land aufgewachsen. Rund um mich hatten Landteile kuriose Namen wie Unterrotengarten (Ungrrodegaate), Orpfel (Oopfl) oder Schmürbel (Schmüübl).»

Die Herkunft und Bedeutung dieser Flurnamen zu bestimmen, ist eine aufwändige und komplexe Wissenschaft. Entschädigt wird der Flurnamenforscher mit spannenden und witzigen Erkenntnissen. Etwa, dass «Hasenstrick» wahrscheinlich ein schmales, langes Stück Ackerland war und dass das «Anthaupt» die Stelle war, wo der Pflug beim Ackern wendete.

Moderation: Joël Gilgen, Redaktion: Markus Gasser