Eierleset in Effingen

Brauchtum

Am Weissen Sonntag, eine Woche nach Ostern, lebt in Effingen das alte Brauchtum des Eierlesens auf. Der weiss gekleidete Winter zu Pferde liefert sich mit dem Frühling als Läufer einen Wettlauf.

Der «Straumuni» wurde durch die Frühlingsboten zu Boden geworfen. Noch stehend: der «Hobelspänler».
Bildlegende: Der «Straumuni» wurde durch die Frühlingsboten zu Boden geworfen. Noch stehend: der «Hobelspänler». tveffingen.ch/Brigitte Bossart

Verschiedene Figuren repräsentieren Winter und Frühling. Zum Winter gehören die dürren Figuren: Der «Straumuni», ein mit leer gedroschenem Stroh vollgestopfter Erdklotz. Dann der «Hobelspänler» aus dürrem Holz, der «Schnäggehüsler» mit einem Gewand aus lauter leeren Schneckenhäusern. Schliesslich der «Alte» und die «Alti», die zuweilen einen lebensmüden Eindruck machen.

Zum Frühling gehören die grünen Figuren: Der «Tannästler» symbolisiert den immer grünen Wald, der «Stechpälmler» als winterfester Strauch, der «Jasschärtler» als Verkörperung der ewigen Spielfreude des Menschen oder der junge Herr und das junge Fräulein als verliebtes Hochzeitspaar.

Begleitet werden die Gruppen von den Vertretern der öffentlichen Ordnung und Moral, dem Eierpolizisten und dem Eierpfarrer.

Der Eierleset im Dorf Effingen am Bözberg findet am Sonntag, 15. April statt und beginnt um 14.30 Uhr. Anschliessend treffen sich Einheimische und Gäste in der Schulhausanlage zum Umtrunk und zum «Eiertätsch»-Essen.

Autor/in: Kurt Zurfluh