«Im diefschte Glaibasel» von Theobald Baerwart

Mit der Industrialisierung wurde das ländliche Kleinbasel zunehmend städtischer. Theobald Baerwart hat diesen Wandel miterlebt und beschreibt ihn eindrücklich in der Mundart-Geschichte «Im diefschte Glaibasel».

Theobald Baerwart (1872-1942) war Sekretär der Eidgenössischen Zolldirektion in Basel. Er wuchs im Kleinbasel der 1870er und 1880er-Jahre auf. Was er als Kind und Jugendlicher in dem von Kleinbürgertum und Arbeiterschaft geprägten Stadtteil erlebte, wurde zum Stoff für seine wichtigsten literarischen Werke.

Seine wichtigsten Werke sind seine Jugenderinnerungen «Us em Glaibasel» (1921) und «Sällmol» (1926). In «Missi, der Held im Duubeschlag» führt er vor, wie sich der durchschnittliche Kleinbasler durchs Leben schlägt. 1928 folgte mit «Maisepfiff» ein Gedichtband. In der Schnabelweid-Sommerserie auf DRS 1 liest der Basler Schauspieler Urs Bihler aus Baerwarts Jugenderinnerungen.

Autor/in: Christian Schmid