«Jingle Bells» - ein Winterlied

Musik & Geschichten

«Jingle Bells» würden die meisten Menschen als klassisches Weihnachtslied bezeichnen. Allerdings lässt es sich auch nach Weihnachten in den Wintermonaten spielen und geniessen. Ursprünglich ging es im Lied nämlich um ein Pferdeschlitten-Rennen.

Kleine Schellen, wie sie auch an Pferdegeschirr oder -schlitten zu sehen sind.
Bildlegende: Kleine Schellen, wie sie auch an Pferdegeschirr oder -schlitten zu sehen sind. istockphoto

Im «Musikwelle Magazin» erzählt Jürg Moser die Geschichte «Jingle Bells», einem Weihnachtsklassiker, der ursprünglich keiner war. Der Original Text lautet «The one horse open sleigh». Damit gemeint isch ein Rennen mit Pferdeschlitten. In einer Zeit, in der es noch keine Autos gab, lieferten sich Jugendliche solche Rennen.

«Jingle Bells» zur Unfallverhütung

James Lord Pierpont hat «Jingle Bells» 1850 im Städtchen Medford im US-Bundesstaat Massachusetts komponiert. Die populären und offenen Pferdeschlitten haben ihn für die Melodie inspiriert. Da Schlitten auf dem Schnee beinahe geräuschlos unterwegs sind, hat man das Pferde-Geschirr mit vielen kleinen Glocken versehen. So war ein herannahender Schlitten schon von Weitem hörbar, wodurch Unfälle vermieden werden konnten.

So gesehen ist «Jingle Bells» kein Weihnachtslied, sondern ein Winterlied. Man könnte auch sagen: Ein Lied zur Unfallverhütung.

Moderation: Christine Gertschen, Redaktion: Jürg Moser