Klausgang in Kaltbrunn

Brauchtum

Das St.Galler Dorf Kaltbrunn feiert den St. Nikolaustag ungewöhnlich früh: Mit dem Klausgang am Dienstag, 20.November. Urkundlich erstmals erwähnt wurde dieser Brauch im Jahre 1674.

Beim Klausgang in Kaltbrunn sind die Kläuse einheitlich in weissem Hemd mit roter Krawatte, weisser Hose und buntbestickten Hosenträgern gekleidet. Die Kopfbedeckung, Inful genannt, soll die Bischofsmütze des St. Nikolaus andeuten.
Bildlegende: Beim Klausgang in Kaltbrunn sind die Kläuse einheitlich in weissem Hemd mit roter Krawatte, weisser Hose und buntbestickten Hosenträgern gekleidet. Die Kopfbedeckung, Inful genannt, soll die Bischofsmütze des St. Nikolaus andeuten.

Der Klausgang von Kaltbrunn umfasst Geisslechlöpfer, zwölf Kläuse, einen Esel und den Eselführer. Unter dem «Steckenpferd»-ähnlichen Holztier versteckt sich ein Mann: Er führt allerlei Schabernack auf und erschreckt das Publikum.

Die 12 Kläuse werden vom Klausführer durch das Dorf geführt. Dabei gehen die Kläuse mit leicht tänzelnden Schritten von Platz zu Platz und führen ihre Figuren, die Volte oder Doppelvolte (eine Art 8) vor.

Nehmen und Geben

Beim Rundgang verteilen Bibelibuebe und die Kläuse Zöpfe und Stollen an die Haushaltungen, welche sich ihrerseits mit einer Gabe erkenntlich zeigen. Vor der Kirche Reihen sich die Kläuse in einem Glied auf und verneigen sich zur Ehrerweisung vor der Kirche. Diese Zeremonie wird «Referenz» genannt.

Der Klausgang in Kaltbrunn findet nur alle drei bis fünf Jahre statt. In diesem Jahr am Dienstag, 20. November und als Wiederholung am Samstag, 24. November.

Moderation: Jörg Stoller, Redaktion: Kurt Zurfluh