Martin Horats Sommer-Prognosen trafen ein

Brauchtum

Martin Horat hatte in den Prognosen an der Frühlingsversammlung der Muotathaler Wetterschmöcker einen schönen und heissen Sommer vorausgesagt. Damit traf er genau ins Schwarze.

Der Wetterprophet mit ernstem Blick an der Jahresversammlung.
Bildlegende: Muotathaler Wetterprophet Martin Horat. Keystone

In seiner Bilanz sagt Martin Horat, dass ihm die Ameisen die nötigen Unterlagen für die Voraussagen geliefert hätten. «Die Ameisen hatten viele Haare an den Beinen, sie wollten damit ihre Haut vor der Hitze schonen», erklärt der in Rothenthurm wohnhafte Wetterprophet.

Er selber habe die Hitze nicht gerne, man würde ihn nie an einem Strand sehen, da er ja auch nicht schwimmen könne, erklärt Martin Horat mit dem Übernamen «Wettermissionar».

Im Hinblick auf die Herbstversammlung vom 30. Oktober will sich der Wetterprophet zum Winter noch nicht äussern. Diplomatisch und mit einem schelmischen Lachen sagt er: «Der Winter wird sicher nicht so heiss wie der Sommer».

Auf der Suche nach einem neuen Wetterschmöcker

An der Herbstversammlung der Muotathaler Wetterschmöcker wird man einen Wetterpropheten schmerzlich vermissen. Karl Reichmuth, auch bekannt als «Steinbock-Jäger» erlag Anfang Oktober im Alter von 63 Jahren seinem Krebsleiden. Im Muotathal ist man nun auf der Suche nach einem Original, der bezüglich Wetter eine langjährige Erfahrung vorweisen kann.

Moderation: Christine Gertschen, Redaktion: Kurt Zurfluh