Ruedi Hertach: «Glarnertüütsch gseit»

Brauchtum

Mit seiner Mundartkolumne «Glarnertüütsch gseit» war der Journalist Ruedi Hertach bis weit über die Glarner Kantonsgrenze hinaus bekannt. Mit Vorliebe spürte er Glarner Dialektausdrücke auf, und verpackte diese in seine Geschichten. Humorvoll, fundiert aber nie reisserisch.

Ruedi Hertach mit Brille.
Bildlegende: Ruedi Hertach lebte von 1955 bis 2011) SRF

Schon als kleiner Knirps fand Ruedi Hertach, dass sein Heimatort Niederurnen viel zu wenig in den Zeitungen erwähnt wird. Das wollte er ändern und wurde Junior-Journalist bei den Glarner Nachrichten. Schon mit 26 Jahren war er Chefredaktor und glänzte mit seinen Mundartkolumnen.

Diese sind eine wahre Fundgrube für typisch, urchige Glarner Ausdrücke wie «gschnerzet» oder «umeghaapet». Sein Bruder Heini Hertach weiss zu berichten, dass diese Ausdrücke in Glarus auch heute noch durchaus gebräuchlich sind.

Ruedi Hertach galt als zurückhaltender, ruhiger Mensch. Am liebsten liess er seine geschriebenen Texte für sich sprechen. Auch politisch war Ruedi Hertach für die Glarner FDP im Landrat aktiv. Leider verstarb er letztes Jahr 56 jährig an einem Krebsleiden, Seine Kolumnen, die sogenannten «Glarner Eggli», sind mittlerweile auch in Buchform erschienen.

Autor/in: div, Redaktion: Jil Keiser