Schlafapnoe: Atemaussetzer beim Schlafen

Bei mehr als 150'000 Schweizern stockt in der Nacht der Atem: Atemaussetzer beim Schlafen sorgen für unruhige Nächte und müde Tage. Schlafapnoe heisst das Syndrom und lässt sich eigentlich relativ einfach erkennen, wenn man denn danach sucht.

Mann mit Schlafapnoe-Maske.
Bildlegende: Eine solche Maske kann Atemaussetzer beim Schlafen verhindern. Lungenliga Schweiz

«Nächtliches Schnarchen ist häufig», sagt Hausarzt Christoph Stirnimann, «insbesondere bei übergewichtigen Männern. In schweren Fällen kommt es hierbei zu Atemaussetzern, beispielsweise wenn sich in Rückenlage beim Schlafen die Zunge in Richtung Rachen verschiebt und dann zu einem vorübergehenden Verschluss der Atemwege führt.» Dies nennen Mediziner das Schlafapnoesyndrom.

Kaum erholsamer Schlaf

Solche Aussetzer können bis zu über 30 Sekunden lang andauern. Es kommt dann zu einem Abfall des Sauerstoffgehaltes im Körper. Dieses Erstickungsgefühl führt zu einer Aufwachreaktion, beziehungsweise zu einer schnellen kompensatorischen Atmung, sowie zu einem Pulsanstieg. Kein Wunder ist der Schlaf weniger erholsam, je häufiger und je intensiver solche Atemaussetzer sind.

Abklärung beim Arzt

Müdigkeit und sogar Einschlafen tagsüber sind die Konsequenzen, was auch zu gefährlichen Situationen führen kann. Es empfiehlt sich daher unbedingt, bei Verdacht auf ein Schlafapnoesyndrom dies ärztlich abklären zu lassen. Es gibt heute schon einfache Geräte, die man zu Hause anbringen kann und in Form eines Screenings schon in vielen Fällen erkennt, ob ein Schlafapnoesyndrom vorliegen könnte.

Zur Behandlung des Schlafapnoesyndroms wird häufig ein sogenanntes CPAP-Gerät verwendet. Dieses ist eine Maschine, die abends selbständig installiert werden kann und in der Nacht bei der Atmung hilft.

Moderation: Pia Kaeser, Redaktion: Brigitte Wenger