So lassen sich Geranien über den Winter retten

Garten

Die blühenden Duftgeranien sind buschig geworden, duften nach Zitrone, Muskat oder Rosen – und sie sind einem ans Herz gewachsen. Leider fehlt in der kleinen Wohnung Raum um sie einzuwintern. Das heisst noch lange nicht, dass die Geranien deshalb auf dem Kompost landen müssen.

Ein Topf mit roten und weissen Geranien.
Bildlegende: Aus Geranien lassen sich Setzlinge für das nächste Frühjahr ziehen. colourbox

Statt Geranien zu kompostieren, lassen sich daraus Kopfstecklinge machen. Sie bewurzeln schnell und im Frühling sind sie zu jungen Pflanzen herangewachsen, welche schon bald wieder üppig auf dem Balkon gedeihen. Dies funktioniert auch mit den gewöhnlichen Balkongeranien!

So wird's gemacht

  • Triebe ohne Blüten auf 10cm Länge unter einem Blattpaar schneiden, oder noch besser beim Blattpaar mit Daumen und Zeigefinger abknipsen.
  • Die Blätter werden bis auf die vordersten, kleinsten entfernt.
  • Nun wird eine kleine Petflasche in der Hälfte bis zu ¾ eingeschnitten. Der untere Teil dient als Pflanzbehälter, der obere als Minitreibhaus.
  • Der untere Teil wird mit Aussaaterde aufgefüllt und der Steckling hinein gesteckt und wenig gegossen, so dass die Erde feucht ist.
  • Den oberen Teil der Petflasche wieder darüber stülpen, evtl. mit einem Klebeband befestigen.
  • Die Petflasche mit Steckling an ein Ost- oder Nordfenster stellen, damit er Licht abbekommt, jedoch keine heissen Sonnenstrahlen.
  • Den Verbrauch von Wasser kann man gut über die durchsichtige Wand kontrollieren. Meist braucht es kein zusätzliches Wasser bis der Steckling Wurzeln gebildet hat.
  • Wenn neue Blätter zu treiben beginnen, kann man den Deckel abschneiden, der Steckling braucht nun keine hohe Luftfeuchtigkeit mehr.
  • Nach einigen Wochen hat er viele neue Blätter gebildet und ist zu gross für die Petflasche. Umtopfen in einen leicht grösseren Topf, an ein süd- oder westseitiges Fenster stellen und auf den Frühling warten.

Moderation: Fränzi Haller, Redaktion: Silvia Meister