Weihrauch als Medizin

Gesundheit

Mit dem Wort "Weihrauch" verbinden wir gewöhnlich die Vorstellung einer prächtigen katholischen Messe, das Schwenken des Weihrauch-Kessels. Weniger bekannt ist, dass das Harz des Weihrauchbaumes in der traditionellen Naturheilkunde seit vielen tausend Jahren als wichtiges Heilmittel eingesetzt wird.

Weihrauch neben Medizinfläschchen
Bildlegende: Weihrauch - meist in Tablettenform - hilft gegen chronische Entzündungen der Gelenke und des Darmes. colourbox

Auch heute wird bei chronischen Entzündungen auf Weihrauch zurückgegriffen. Neben zahlreichen anderen Substanzen (z.B. ätherische Öle, Gerbstoffe usw.) enthält der Weihrauchharz auch Boswelliasäuren. Von den Boswelliasäuren ist bekannt, dass sie entzündungshemmende Wirkungen haben.

Weihrauch in Form von Tabletten oder Kapseln eingenommen kann helfen bei rheumatischer Arthritis, Osteoarthritis, chronischer Gelenkentzündung (Polyarthritis), aber auch bei entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, die Schuppenflechte (Psoriasis) sowie bei Asthma bronchiale.

Bis eine Linderung spürbar wird, braucht es zwar meist mehr Zeit und eine höhere Dosierung als bei nichtpflanzlichen Heilmitteln. Dafür treten meist Nebenwirkungen seltener auf.

Redaktion: Christine Schulthess