Zürcher «Knaben- und Mädchenschiessen»

Die Ursprünge des Knabenschiessens gehen zurück auf das Jahr 1656: Von einer „Knaben Schiesset" sprechen die Akten. 144 Knaben nahmen daran teil und erhielten von der Stadt Zürich versilberte Gabenpfennige. Das Knabenschiessen existiert zwar noch immer, aber es hat sich einiges geändert.

Volle Konzentration im Schiessstand.
Bildlegende: Volle Konzentration im Schiessstand. Keystone

Seit 1991 dürfen auch Mädchen schiessen, und sie treffen dabei wortwörtlich ins Schwarze! Vor einem Jahr wurde Leonie Schärer aus Uster Schützenkönigin.

Veränderungen beim grössten Volksfest der Stadt Zürich

Geändert hat sich auch das Preisgeld. Mittlerweile erhält die Königin oder der König ein Sparbüchlein mit 5000 Franken. Es werden auch dieses Jahr wieder etwa 5000 Jugendliche sein, die sich vom 8. Bis 10.September am Zürcher Knabenschiessen beteiligen. Das Zürcher Knabenschiessen mit einem riesigen Lunapark gilt als das grösste und älteste Volksfest der Stadt Zürich.

Der Name bleibt

Auch wenn es nicht mehr allein den Knaben vorenthalten ist, ein «Knaben- und Mädchenschiessen» wird es daraus nicht geben. Dafür ist der ursprüngliche Name zu stark in der Bevölkerung verankert. Allein letztes Jahr wurden über 850‘000 Besucherinnen und Besucher gezählt.

Moderation: Christine Gertschen, Redaktion: Kurt Zurfluh