Das Zwei-Klassen-Internet

Die US-Behörde FCC will eine Überholspur im Internet eröffnen. Gegen Bezahlung sollen Daten schneller beim User ankommen. Kritiker befürchten das Ende der Netzneutralität.

Netzwerkkabel in einem Serverraum.

Bildlegende: Der Grundstein zum «Zwei-Klassen-Internet»? Die US-Behörde FCC plant neue Regeln für den Internetverkehr. Kritiker befürchten das Ende der Netzneutralität. Keystone

In Zukunft sollen US-Konzerne bestimmte Daten auf einer «bezahlten Überholspur» schneller durch das Netz schicken können. Die amerikanische Kommunikationsbehörde FCC hat eine entsprechende Änderung der Regeln zur Netzneutralität angekündigt.

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2:23 min, vom 23.4.2013

Unternehmen wie Netflix, Google oder Disney könnten somit ihre Dienste mit einer garantierten Übertragungsqualität an die User bringen.

Internet für Reiche?

Diese neue Regelung würde das Ende der Netzneutralität in den USA bedeuten, wonach alle Datenpakete im Internet gleich behandelt werden. Kritiker befürchten, dass kleinere Firmen mit kleinerem Budget benachteiligt werden und ein Zwei-Klassen-Internet entsteht, in dem finanzstarke Akteure den Ton angeben.

Die sozialen Auswirkungen des weltumspannenden Netzes sind und waren schon immer von grosser Tragweite. Doch wo liegen die Wurzeln des Internets? Wie sah es früher aus und wie ist es aufgebaut? Der Beitrag «Internetgeschichte» liefert die Antworten.

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