Zum Inhalt springen

Aktuell Datenschutz: Das Recht auf Vergessen

Google muss Verweise auf Seiten mit persönlichen Daten aus seiner Ergebnisliste streichen. Dies, wenn ein Betroffener das vom Suchgiganten wünscht. So lautet ein wegweisendes Urteil des Europäischen Gerichtshofs.

Legende: Video «Es gibt ein Recht auf Vergessen» abspielen. Laufzeit 1:48 Minuten.
Aus Tagesschau vom 13.05.2014.

Neu können Bürgerinnen und Bürger in der EU von Google verlangen, bestimmte Seiten aus den Suchresultaten zu streichen. Dies, wenn die Informationen die Persönlichkeitsrechte der Betroffenen verletzen.

Ein solches Recht leite sich aus der EU-Datenschutzrichtlinie ab. Nach Ansicht des EU-Gerichts ist der Suchmaschinenbetreiber für die Verarbeitung der Daten verantwortlich. Ein Betroffener könne sich mit der Bitte um Änderung der Suchergebnisse an Google wenden. Wenn das Unternehmen nicht folgt, ist die nächste Anlaufstelle das zuständige Gericht.

Vergessen muss auch im Netz möglich sein

Geklagt hatte ein Spanier. Er wehrte sich dagegen, dass Google bei der Eingabe seines Namens noch heute einen Artikel über die Zwangsversteigerung seines Hauses vor 15 Jahren anzeigt.

Der US-Internetgigant äusserte sich enttäuscht, während Datenschützer das Urteil begrüssen. Auch wenn der Entscheid rechtlich nur für die EU gelte, geht der Eidgenössische Datenschutzbeauftragte Hanspeter Thür davon aus, dass Google die neue Praxis auch in der Schweiz umsetzen werde.

Legende: Video Trailer: Datenschutz abspielen. Laufzeit 2:26 Minuten.
Vom 16.01.2013.

Verlorene Privatsphäre?

Gehört die Privatsphäre im Zeitalter von Web 2.0 der Vergangenheit an? Was weiss das Netz über mich? Wo sind meine Daten gespeichert? Wie schütze ich mich vor Datenklau? Diesen Fragen geht der «SRF mySchool»-Beitrag «Datenschutz» mit dem dazugehörigen Unterrichtsmaterial nach.