Erneuter Zwischenfall in Fukushima

Am havarierten Atomkraftwerk Fukushima ist erneut radioaktiv verseuchtes Wasser ausgetreten. Seit drei Jahren kommt es immer wieder zu Zwischenfällen. Die Menschen leiden, darunter viele Kinder. Wie sie die traumatischen Erinnerungen verarbeiten, erzählen die Schüler der zerstörten Okawa-Schule.

Kinder mit einem Mundschutz

Bildlegende: In Fukushima sind Strahlenmessungen an der Tagesordnung. Keystone

Weil eine Absperrung versehentlich nicht aktiviert wurde, so der AKW-Betreiber Tepco am Donnerstag, sei zu viel Wasser in ein angrenzendes Becken gelangt. Dadurch sind rund 100 Tonnen stark radioaktiv verseuchtes Wasser ausgelaufen. Es ist der schwerste Zwischenfall seit August 2013, als eine ganze Reihe von Lecks an den Sammeltanks entdeckt worden waren.

Soma ein japanischer Junge vor der Kamera.

Bildlegende: Die traumatischen Erlebnisse haben die Kinder geprägt. Soma, 10 Jahre: «Ich bin gerettet worden. Deswegen möchte ich andere retten.» SRF

Tepco steht wegen seines Krisenmanagements nach der Katastrophe in der Kritik. Die japanische Atombehörde warf dem Konzern erst kürzlich vor, neue Messfehler bei der Feststellung der Höhe der Radioaktivität begangen zu haben.

Bereits seit drei Jahren leiden die Menschen an den Folgen des verheerenden Erdbebens vor der Küste Japans. Dieses hatte einen Tsunami und eine atomare Katastrophe zur Folge.

Besonders traumatisch waren die Ereignisse für die Kinder aus der Umgebung. Sie wurden Zeugen apokalyptischer Szenen und verloren dabei ihr Zuhause und Familienangehörige. «Kinder des Tsunami» porträtiert Schülerinnen und Schüler einer durch die Katastrophe zerstörten Schule.

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