Head Wind

Die iranische Regierung toleriert nur ein islamtreues Fernsehen. Wer einen Satellitenempfang hat, muss sich vor den Sittenwächtern hüten. Trotzdem sind die Parabolantennen allgegenwärtig – die Schattenwirtschaft blüht.

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Head Wind

42 min, aus SRF mySchool vom 20.2.2015

Meinungs- und Pressefreiheit gibt es im Iran nicht. Es gibt nur islam- und staatstreues Fernsehen. Andere Perspektiven und Meinungen erfahren die Iranerinnen und Iraner vor allem durch das verbotene Satellitenfernsehen.

Die Herstellung und der Vertrieb der Parabolantennen geschehen im Untergrund. «Head Wind» zeigt eindrücklich, wie die Bewohner der islamischen Republik für ihr Recht auf Meinungsvielfalt und Informationszugang kämpfen. Mit Hartnäckigkeit und zivilem Ungehorsam gelingt es ihnen, die Staatsdoktrin zu unterlaufen. Doch ungefährlich ist das Ganze nicht: Der Regisseur Mohammed Rasoulof und sein Team sind während der Produktion wiederholt verhaftet und ins Gefängnis gesteckt worden.

Minimale Kenntnisse über den Iran und den Islam sind Voraussetzung für ein besseres Verständnis der dortigen Verhältnisse und des vorliegenden Films. Es empfiehlt sich, das Vorwissen der Schülerinnen und Schüler zu den Themen Schah, Chomeini, Ahmadinedschad, Islam, Uranaufbereitung und Öl vorher abzurufen.

Die einzelnen Lektionsskizzen können unabhängig voneinander oder nur einzeln behandelt werden. Informationen zur politischen und wirtschaftlichen Situation des Irans bietet das Blatt «Hintergrund».

Stufe: Sek I, Sek II

Fächer: Medienkompetenz, Geografie

Stichwörter: Medien, Demokratie, Meinungsfreiheit, freie Meinungsbildung, Iran, Islam, Mediennutzung, globale Dimension des Fernsehens

Produktion: Mohammad Rasoulof. Stefan Buchen 2008

Verkauf: Filme für eine Welt

VOD: Bis 31.05.2017.

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