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Geschichte, Geografie Nie wieder Theresienstadt!

Mit der Kinderoper «Brundibár» entflohen die Kinder des Konzentrationslagers Theresienstadt für kurze Zeit ihrem grausamen Alltag. 70 Jahre später führt die Berliner Jugendtheatergruppe «Die Zwiefachen» das Werk erneut auf. Eine Geschichtslektion der anderen Art.

Legende: Video Nie wieder Theresienstadt! abspielen. Laufzeit 52:13 Minuten.
Aus SRF mySchool vom 22.01.2018.

Die «Zwiefachen» hatten es nicht immer einfach. Die Jugendlichen, die heute eine Theatergruppe bilden, stammen alle aus schwierigen sozialen Verhältnissen. Doch beim Theaterspielen geht es nicht um ihre Vergangenheit. Sie lernen neue Welten kennen und dabei neue Versionen von sich selbst.

Eine Aufführung der Oper "Brundibar" im KZ Theresienstadt.
Legende: Eine «Brundibár»-Aufführung im KZ-Theresienstadt. Die Kinder konnten so kurz dem grausamen Alltag entfliehen. SRF/Douglas Wolfsperger Filmproduktion

Als Regisseurin und Theaterpädagogin Uta Plate «Brundibár» ankündigt, reagieren ihre Schützlinge skeptisch. «Auf Kinderoper habe ich keine Lust», heisst es. Doch das Werk fasziniert die Jugendlichen.

Propagandainstrument

«Brundibár» wurde während des Zweiten Weltkriegs 55 Mal im Konzentrationslager Theresienstadt aufgeführt. Für die inhaftierten Kinder bedeutete die Oper eine kurze Flucht aus dem von Hunger, Angst und Gewalt geprägten Lageralltag. Für die Nationalsozialisten war sie hingegen lediglich ein Propagandainstrument.

Die «Zwiefachen» nehmen sich der Geschichte mit viel Herzblut an. Sie schliessen Freundschaft mit der 88-jährigen Greta Klingsberg, die damals in Theresienstadt die Hauptrolle der Aninka gespielt hat. Sie ist eine der wenigen «Brundibár»-Darsteller , die Theresienstadt überlebt haben.

Der Film «Nie wieder Theresienstadt» zeigt eindrücklich, wie die Jugendlichen die nationalsozialistische Geschichte aufarbeiten und dabei über sich hinauswachsen.

Stufe: Sek I, Sek II

Fächer: Geschichte, Gesellschaft, Gemeinschaft, Ethik

Stichwörter: Holocaust, Völkermord, Minderheiten, Schaubühne, Berlin, Israel, Deportation, Darsteller, Verarbeitung, Nationalsozialismus, Theater, Aufführung

Produktion: Douglas Wolfsperger Filmproduktion. Douglas Wolfsperger 2015.

Verkauf: Nicht im Angebot.

VOD: Bis 30.10.2020.

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