Hermann Meier Donaueschingen 2018

Lange missachtet und vergessen – der Schweizer Komponist Hermann Meier. Erst in den 80er Jahren, als er schon im sehr reifen Alter war, hat seine Musik langsam eine Öffentlichkeit gefunden.

Symbol auf Rosa
Bildlegende: SRF / Sébastien Thibault

Und nun nimmt sich auch ein Musikfestival wie der Donaueschinger Musiktage seiner Musik an, die in grösster Isolation für die Schublade komponiert wurde. Ohne Beachtung, ohne Einfluss, ohne Korrektur durch die Öffentlichkeit entstanden ungeheuer intensiv-bewegte Klangflächen. Das Stück für grosses Orchester und Klavier aus dem Jahr 1965 hatte bei den Donaueschinger Musiktagen 2018 Premiere.

Dazu: Janis Petraškevics neues Stück, in dem der Orchesterklang in einem «toten Wind» verebbt. Und Benedict Masons Orchesterklang-Entgrenzung, die dank Ungleichgewichten und Disproportionen eine ganz eigene Poesie des Sinfonischen entstehen lässt.

Janis Petraškevics: Dead Wind (UA)
Hermann Meier: Stück für grosses Orchester und Klavier 1965 (UA)
Benedict Mason: Ricochet (UA)

Lars Jönsson, Klavier
Klaus Steffes-Holländer, Klavier
SWR Sinfonieorchester Stuttgart
Peter Rundel, Leitung

Donaueschinger Musiktage, 21.10.2018
Schlusskonzert

Das Konzert steht bis sieben Tage nach Ausstrahlungstermin zum Nachhören zur Verfügung:
- als einstündige, kommentierte Sendung mit dem leicht gekürzten Konzert;
- als ganzes Konzert, ohne Kommentar.

Redaktion: Cécile Olshausen