Ungarisches Gipfeltreffen

«Senza sangue» und «Herzog Blaubarts Burg», das ist ein Dialog zwischen dem ungarischen Komponisten Peter Eötvös und seinem grossen Vorfahr Béla Bartók.

Eötvös hat seine Oper ausdrücklich als Gegenstück zu Herzog Blaubart konzipiert, legte aber dem Libretto die gleiche Novelle von Alessandro Baricco zugrunde. So bleibt denn auch in beiden Opern die Geschichte um Rache und Aussöhnung das Kernthema.

Wir senden die Aufnahme der Uraufführung mit dem New York Philharmonic Orchestra unter Leitung von Alan Gilbert. Neben Eötvös steht eine andere Bartók-Komposition auf dem Programm: «Der wunderbare Mandarin». 1962 als Ballett-Pantomime in der Domstadt uraufgeführt. Das Publikum reagierte damals mit wütenden Pfiffen, die Presse schrieb von einem «Dirnen- und Zuhälterstück mit Orchestertamtam», und das Stück wurde abgesetzt.

Esa-Pekka Salonen: Nyx
Béla Bartók: der wunderbare Mandarin (Ballettsuite)
Péter Eötvös: Senza sangue, Oper in einem Akt für 2 Sänger + Orchester

New York Philharmonic
Alan Gilbert, Leitung

Konzert vom 01.05.15, Philharmonie Köln

Redaktion: Florian Hauser