Kim Kashkashian und ihre Bratsche

  • Sonntag, 4. November 2012, 16:03 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Sonntag, 4. November 2012, 16:03 Uhr, DRS 2
  • Wiederholung:
    • Montag, 12. November 2012, 15:03 Uhr, DRS 2

Kim Kashkashian weiss: Die Bratsche ist zuweilen ein  unberechenbares Instrument. Als wäre man mit einem wilden Tier unterwegs. Was es interessant macht, aber auch mit sich bringt, dass man seiner Bratsche nicht unbedingt unverbrüchliche Treue schwört.

Kammermusik ist ihr Liebstes: Kim Kashkashian bei einer Probe am Marlborough Festival, Vermont, 2008.
Bildlegende: Kammermusik ist ihr Liebstes: Kim Kashkashian bei einer Probe am Marlborough Festival, Vermont, 2008. Claire Stefani/Wikipedia

Die Bratsche befinde sich immer noch in einer Entwicklungsphase, sagt die amerikanisch-armenische Musikerin  Kim Kashkashian - und meint damit nicht das Repertoire für ihr Instrument. Der Vorrat an guten Stücken hat sich (auch durch ihre Mithilfe) mittlerweile stark erweitert.

Sie meint das Instrument an sich: Die Länge der Saiten und die Tonhöhen stimmen bei einer Bratsche nicht überein. Wer Bratsche spielt, muss sich mit physikalischen Kompromissen anfreunden.

Oder man schaut sich von Zeit zu Zeit nach einem neuen Instrument um und muss wieder andere Kompromisse suchen.

Treue geschworen hat Kim Kashkashian hingegen der Musik von György Kurtag und György Ligeti, mit der sie sich seit vielen Jahren beschäftigt. Sie hat sie neu auf CD eingespielt - als Bestandesaufnahme eines musikalischen Moments.

 

 

Autor/in: Norbert Graf