Nomen est omen: der vitale Herr Avital

  • Sonntag, 10. Januar 2016, 16:03 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Sonntag, 10. Januar 2016, 16:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Freitag, 15. Januar 2016, 15:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

In den ersten Minuten ist es ein Konzert wie viele andere: mit ernsten Mienen spielt das Kammerorchester ein barockes Concerto grosso, grundsolide, unspektakulär. Doch dann: Auftritt des Solisten.

Der junge Israeli Avi Avital könnte der Mandoline zu einem neuen Image verhelfen.
Bildlegende: Der junge Israeli Avi Avital könnte der Mandoline zu einem neuen Image verhelfen. Harald Hoffmann / DG

Noch bis in die letzte Reihe reisst es einen mit, das fetzig-fröhliche Charisma des Avi Avital - die Mandoline hätte sich keinen besseren Botschafter wünschen können. Der junge Israeli verhilft einem Instrument zu neuer Popularität, das noch bis vor kurzem den verstaubten Charme einer belächelbaren Feierabend-Klampfe ausstrahlte. Für Avi Avital dagegen ist es das Instrument der unbegrenzten Möglichkeiten: kompakt und also auch schon für Kinderhände geeignet, bezahlbar, rasche Erfolgserlebnisse liefernd - die Mandoline sei ein Instrument zum Loslegen! Bis man es freilich so beherrscht wie er, virtuos und klangfarbenreich, braucht es viele Lehr- und Wanderjahre. Eine Begegnung mit dem Gesicht einer neuen «Mandolimanie».


Neueste CD:
Avi Avital: «Vivaldi», Deutsche Grammophon, 2015.

Redaktion: Patricia Moreno