Arm und Reich vor der Erfindung des Wohlfahrtsstaates

Welche Möglichkeiten standen den Armen noch im 19. Jahrhundert offen, um wenigstens an die Krumen vom Tisch der Wohlhabenden zu kommen? Und wie konnten sich die Reichen den Himmel verdienen? Mit welchen Werken der Barmherzigkeit?

Appenzeller Tradition aus dem 19. Jahrhundert: Die Urnäscher Silvesterkläuse.
Bildlegende: Was sagen Bräuche und Traditionen über den Umgang mit Armut aus? Die Urnäscher Silvesterkläuse sind ein Beispiel dafür. Imago/bodenseebilder.de

Wie haben die von den Kirchen geprägten ländlichen Gesellschaften die Armut gehandhabt? Bräuche und Traditionen, wie etwa die Urnäscher Silvesterkläuse oder die Grosse Spend von Ferden im Lötschental legen Zeugnis von einer Zeit ab, zu der nicht einfach auf die Leistungen des Wohlfahrtstaates zurückgegriffen werden konnte. Martin Heule begibt sich in Appenzell und im Wallis auf Spurensuche.

Autor/in: Martin Heule