«Der Rand der Welt ist immer da - Die Heimkehr des Dichters Theodor Kramer»

Theodor Kramer (1897-1958) gehört zu den bedeutendsten Lyrikern seiner Generation. Doch die Zeit seines Erfolges blieb auf wenige Jahre beschränkt: Kramer war Jude, nach der Machtergreifung Hitlers verlor er rasch jede Möglichkeit zu publizieren.

Im Sommer 1939 gelang ihm gerade noch rechtzeitig die Flucht nach England.

Seiner Heimat war er zutiefst verbunden und doch blieb er 18 Jahre im Exil. Als er, der sein Leben lang wie ein Süchtiger Gedichte geschrieben hatte, 1957 aus England nach Wien zurückkehrte, war er vereinsamt, desillusioniert und gebrochen. «Erst in der Heimat bin ich wirklich fremd», heisst es in einem seiner letzten Gedichte.

Autor/in: Beate Lehner