Martin Luther King: der Mann mit dem Jahrhunderttraum

Am 4.

April 1968 läutete am späten Nachmittag bei Coretta Scott King das Telefon, es war ein Mitarbeiter ihres Mannes: «Doc wurde eben von einer Kugel getroffen.» Dem grossen Redner und Charismatiker Martin Luther King war immer bewusst, dass sein Leben in Gefahr war, weil er den Lebenswandel einer ganzen Klasse bedrohte.

Seine Sprache der Gewaltfreiheit hat das weisse Amerika so provoziert und verunsichert wie keine zuvor und keine hernach in einem Land, in dem jeder seine Waffe bei sich trägt. An diesen eindrucksvollen Prediger der Gewaltfreiheit erinnert Hansjörg Schultz vierzig Jahre nach seinem gewaltsamen Tod.