Ursulina – eine Reise zu sich selbst

Ursulina wusste nichts von ihrem Namen. Sie wuchs als Ursula auf, spürte aber immer, dass etwas nicht stimmte. Erst mit der Zeit erfuhr sie von ihrer jenischen Herkunft und ihrer Fremdplatzierung. So begann eine 25-jährige Reise, an deren Ende die Rückkehr zum eigenen Namen stand.

Frau mit kurzen grauen Haaren sitzt an einem Küchentisch und lächelt in die Kamera
Bildlegende: Ursulina hat erst spät von ihrer jenischen Herkunft erfahren SRF / Matthias Willi

Dass Ursulina nicht die leibliche Tochter ihrer Pflegeeltern ist, wusste sie schon lange. Dass sie aber jenischer Herkunft und eines der im Zuge der Aktion «Kinder der Landstrasse» unplatziertes Kind ist, fand sie erst mit der Zeit heraus. Dreh- und Angelpunkt war dabei die Geburt ihres eigenen Kindes, die sie veranlasste, die Geheimnisse ihrer Kindheit zu erforschen und sich die entscheidenden Fragen zu stellen: Warum war sie anders als andere? Warum fühlte sie sich immer am falschen Ort? Unterdessen sind 25 Jahre vergangen. 25 Jahre, in denen Ursulina nicht nur ihre eigene Geschichte aufarbeiten konnte, sondern auch ihren Namen zurückerhielt.

Redaktion: Michael Luisier