Von der Hölle ins Paradies – Das Leben der Alice Herz-Sommer

Während des NS-Regimes wurde Alice Herz-Sommer in Theresienstadt interniert, wo sie für das ganze Lager Klavierkonzerte organisierte. Ihr Talent rettete ihr das Leben. Nun ist die Pianistin im Alter von 110 Jahren gestorben.

Ein alte Frau sitzt in ihrem Wohnzimmer und lächelt in die Kamera. Im Vordergrund eine Tasse, an der Wand hinter ihr hängen Bilder.
Bildlegende: Alice Herz-Sommer in ihrer Londoner Wohnung im Jahr 2010. Keystone

Aufgewachsen ist sie in Prag. Als Tochter deutscher Juden lernte sie früh schon das Klavierspiel und war in den 30er-Jahren eine gefeierte Pianistin. 1943 wurde Alice Sommer ins Ghetto von Theresienstadt deportiert.

Gemeinsam mit Ihrem Sohn überlebte sie Theresienstadt, verlor aber den Rest ihrer Familie in den Vernichtungslagern der Nazis.

Nach dem Krieg lebte sie fast 40 Jahre als Lehrerin und Pianistin in Israel, bis sie vor mehr als 30 Jahren nach London ging. 2008 hat die damals 104-jährige Alice Herz-Sommer dem Journalisten Michael Teutsch Einblick in ihr bewegtes Leben gewährt.

Autor/in: Michael Teutsch