«Z'Hansrüedi» und Schwester Pirmin: Zwei Wunder aus dem Wallis

  • Sonntag, 30. August 2015, 10:03 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Sonntag, 30. August 2015, 10:03 Uhr, Radio SRF 1
  • Wiederholung:
    • Sonntag, 30. August 2015, 22:08 Uhr, Radio SRF 1

Schwester Pirmin Schwitter war todkrank, heute macht die 76-Jährige wieder Nächte durch. Lange Nächte kennt auch «z'Hansrüedi». Er ist Alleinunterhalter und hat in 150 Tagen schon sein ganzes Geld ausgegeben. Die beiden treffen sich in Brig bei «Persönlich»-Gastgeber Dani Fohrler zum Gespräch.

Z'Hansrüedi, Schwester Primin und Dani Fohrler posieren nebeneinander.
Bildlegende: Zu Gast bei Dani Fohrler im «Persönlich»: Z'Hansrüedi, Liedermacher, und Schwester Primin. SRF

Zwischen todkrank und kerngesund

Ganze 20 Jahre lang war Schwester Pirmin Schwitter todkrank. Die Ärzte haben die Ordensfrau aufgegeben. Dann passierte das Unerklärliche: Eines morgens konnte sie plötzlich wieder gehen und war kerngesund. Für die Mediziner ein Rätsel.

Seit der Spontanheilung ist Schwester Pirmin als Seelsorgerin, Religionslehrerin und Ordensfrau des Klosters St. Ursula in Brig unermüdlich. Heute macht es ihr nichts aus, auch mal eine Nacht durchzumachen, um für die Besucher des Open-Air Gampel zu beten.

Ins Kloster wollte Pirmin Schwitter schon als Kind und verkleidete sich schon damals als Klosterfrau. Bereits als Jugendliche wurde sie vom Leben schwer geprüft. Mit gerade mal 13 Jahren wurde sie Vollwaise. Als Älteste von 4 Kindern hat sie eine sehr grosse Verantwortung übernommen und entwickelte eine kämpferische Natur. Ihr grösster Trumpf scheint ihre frohe, positive Lebenshaltung zu sein.

Der Alleinunterhalter mit Gemeinschaftssinn

Wo «zHansrüedi» auftritt, wird mitgesungen. Sein Name steht für bodenständige Lieder im eigenen Dialekt. Musikalisch ist der Walliser sehr offen. Da liegt auch einmal eine Begleitung mit einer Punkband drin.

Alleinunterhalter ist er geworden, nachdem er seine Stelle als Mechaniker verloren hat. «ZHansrüedi» ist ein spontaner Mensch. So hat er sich zum Beispiel kurzerhand entschlossen, seine grosse Liebe in Las Vegas zu heiraten oder auf eine Weltreise zu gehen: «Da habe ich in 150 Tagen mein ganzes, gespartes Geld verputzt!», lacht er. Aber es habe sich gelohnt. Seither ist er wieder am Auftreten und singt schon mal ganze Nächte durch.

Musik machen ist seine grosse Passion. Ins Schwärmen kommt er aber auch mit seinem Hobby, dem Fahnenschwingen. Er wurde in der Kunst des Fahnenschwingens mehrfach ausgezeichnet und sogar Schweizermeister. «Fahnenschwingen ist für mich wie Meditation.»

«Persönlich», die SRF 1 Talkshow aus dem Rittersaal Stockalperschloss, Brig (VS). Die Veranstaltung ist öffentlich. Der Eintritt ist frei. Keine Sitzplatz-Reservation.

Moderation: Dani Fohrler, Redaktion: Dani Fohrler