Das Gefühl von Sicherheit und das Gefühl von Angst

In der Flüchtlingskrise und bei Terroranschlägen in Europa werden bei vielen von uns Ängste spürbar und öffentlich. Was aber sind echte Ängste, fragt die Ethikerin Regina Ammicht-Quinn.

Foto von Menschen, die vor der Staubwolke des World Trade Center davonrennen.
Bildlegende: Das Gefühl von Sicherheit und das Gefühl von Angst hinterfragt Ethikerin Regina Ammicht-Quinn. Keystone

Sie befürchtet, dass die Angst vor dem Islam und vor «dem» Fremden sich vermische mit der Angst vor Terror. Diese Mischung könne zu immer mehr Rassismus führen.

Die Tübinger Ethik-Professorin und Trägerin des Luzerner Herbert-Haag-Preises befürchtet, dass in unseren Gesellschaften Geflüchtete zunehmend unter dem Aspekt «Sicherheitsfragen» behandelt werden. Die Menschlichkeit gerate aus dem Blick. Eine christlich-ethische Perspektive dürfe sich aber nie zu stark auf Sicherheit fokussieren, sagt Ammicht-Quinn. Christinnen sind für sie in der Pflicht, dem etwas entgegenzusetzen. Gerade in der Zeit von Flüchtlingsbewegungen müssten wir unsere Fähigkeit stärken, Menschen als Menschen wahrzunehmen, mahnt Regina Ammicht-Quinn im Gespräch mit Hansjörg Schultz.

Redaktion: Redaktion: Hansjörg Schultz