«Die Gier zügeln» – Buddhistische Wirtschaftsethik

  • Sonntag, 27. Januar 2013, 8:30 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Sonntag, 27. Januar 2013, 8:30 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 31. Januar 2013, 15:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

«Das Geld ist eine kollektive Illusion» oder „die Verblendung des Geistes, diese Ausdrücke benützt der Wirtschaftsethiker Karl-Heinz Brodbeck, wenn es um die heutige Ökonomie geht. Die Grundlagen für seine Kritik entnimmt er dem Buddhismus und will damit die Menschen zu eigenem Denken anregen.

Liegender Buddha in der Chaykhatgyi-Pagode in Mandalay, Burma, Dezember 2012.
Bildlegende: Liegender Buddha in der Chaykhatgyi-Pagode in Mandalay, Burma, Dezember 2012. Reuters / Brian Snyder

Mit Buddhistischer Wirtschaftethik beschäftigte sich Karl-Heinz Brodbeck schon vor der aktuellen Wirtschaftskrise. Er bezweifelt, dass der Markt immer recht habe. Das sei eine naive Idealisierung. Stattdessen müssten Werte wie soziale Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit ins Wirtschaften einfliessen. Der Buddhismus lehrt ihn, dass die Gier zu zügeln sei, dass man lernen müsse loszulassen und genügsamer zu sein. Der Buddhismus ist für ihn nicht nur eine Religion, sondern auch ein Denksystem.

Redaktion: Kathrin Ueltschi