Neue Freiheiten in der Diaspora

Wer flüchtet, verliert alles: Heimat, Familie, Freunde, Arbeit, Geld und Eigentum. Was Flüchtlingen noch bleibt, ist ihre Religion. Sie bietet Halt in der Fremde.

Eine Buddha-Statue im Haus der Religionen.
Bildlegende: Eine Buddha-Statue im Haus der Religionen. Keystone

Die neue Umgebungskultur verändert auch die angestammte Religionspraxis. Oft erhalten gerade Frauen in der Diaspora grössere religiöse Kompetenzen als sie in ihrer Heimat hatten.

Als «boat people» kamen in den 70er-Jahren Tausende Vietnamesen in die Schweiz. Die zweite Generation ist nun erwachsen und in der Schweiz zu Hause. Ihr Verhältnis zum Buddhismus ist nicht mehr dasselbe wie das ihrer Eltern. Die Jungen leben ihren Glauben meist weniger streng, was ihnen neue Freiheiten gibt. Das hat der Religionswissenschaftler Frank Weigelt in einer Studie zutage gebracht.

Redaktion: Kathrin Ueltschi