Segen für alle?

Malta, Deutschland, Australien: Immer mehr Staaten öffnen die Ehe auch für homosexuelle Paare. Dies fordert das kirchliche Handeln heraus. Schwule und lesbische Paare werden in der Schweiz bereits vielerorts gesegnet – wie sieht es mit einer «Trauung für alle» aus?

zwei Männer geben sich das "Jawort"
Bildlegende: Immer mehr Staaten öffnen die Ehe auch für homosexuelle Paare. Keystone

«Über die Möglichkeiten einer Trauung von gleichgeschlechtlichen Paaren werden die einzelnen reformierten Landeskirche erst dann befinden, wenn die politischen Entscheidungsträger sich für die Einführung einer ‚Ehe für alle entschieden haben', so heisst es von Seiten der reformierten Kirchen. Gleichgeschlechtliche Segnungsfeiern sind jedoch möglich. Das Lehramt der römisch-katholischen Kirche hingegen hat mit gelebter Homosexualität ein Problem. Eine Öffnung des Ehesakraments auf schwule und lesbische Paare gilt daher als äusserst unwahrscheinlich. Allerdings haben sich mancherorts in der römisch-katholischen Kirche Gottesdienstformen entwickelt, die homosexuelle Paare segnen. Das Bistum Basel wirbt offiziell für seine Regenbogenpastoral mit den Worten: «Grösser als alles aber ist die Liebe».
Perspektiven zeigt, welche Möglichkeiten Schwule und Lesben in der Schweiz haben, kirchlich zu heiraten oder sich segnen zu lassen – und wo sie an Grenzen stossen.

Redaktion: Raphael Rauch