Und wo bleibt Gott? – Wenn Spiritualität boomt.

Die Vielstimmigkeit der Sinn- und Kaufangebote machten es schwer, die Stimme Gottes da noch heraus zu hören, meint der Jesuit Christian Rutishauser.

Eine Frau steht in der Dämmerung auf einem Felsen und praktiziert Yoga
Bildlegende: Spiritualität boomt - wie hier in der Touristendestination Bali imago/Westend61

Der katholische Intellektuelle holt zwar nicht zum Rundumschlag aus auf die postmoderne Indifferenz. Der Begriff «Spiritualität» aber werde hier inflationär genutzt, gerne auch von Yoga-Lehrern im Fitness zur Entspannung. Das Vielreden von Spiritualität will der promovierte Theologe Rutishauser exakt auseinander dröseln. Ihm fällt auf, dass eine Spiritualität ohne Gott in Mode ist. Aber wohin richtet sich jene Spiritualität eigentlich?
Diese Fragen hat der Schweizer Jesuitenprovinzial Christian Rutishauser bereits in seiner Pfingstpredigt auf Radio SRF aufgeworfen. Im Perspektiven-Gespräch erklärt er nun, warum Frömmigkeit so «out» und Spiritualität so «in» ist.

Redaktion: Judith Wipfler