Vorsicht vor Ginger Baker

«Beware of Mister Baker» heisst die eben erschienene Dokumentation über den Schlagzeuger Ginger Baker. Ein durchgehend erschütternder Film. So meisterlich er Schlagzeug spielte, so unglaublich sind seine menschlichen Defizite.

Ginger Baker am Schlagzeug.
Bildlegende: Ginger Baker bei der Cream-Reunion in London im Jahr 2005. Keystone

Ginger Baker begann mit Jazz und etablierte später bei Cream das Schlagzeug-Solo (Fluch oder Segen?) in der Rock-Musik. Schon früh von afrikanischen Rhythmen begeistert und beeinflusst, wanderte er nach der kurzlebigen Supergruppe Blind Faith und seiner ersten eigenen Band Airforce nach Afrika aus und spielte mit dort Fela Kuti bis sie sich heftig zerstritten.

Streit und fehlende Empathie begleiten sein ganzes Leben. Doch die Musik blieb erstaunlicherweise immer erstklassig oder wenigstens spannend, sei es mit Hawkwind, Public Image Ltd. oder den Masters of Reality. Gerade ist mit «Why?» ein neues Album des mittlerweile 74-jährigen Schlagzeugers erschienen, eine reine Jazz-Platte.

Gespielte Musik

Moderation: Matthias Erb, Redaktion: Christoph Alispach