Revival der Seldwyler Dorfmusik

Ewald Benz ist ein ehemaliges Mitglied der legendären Seldwyler Dorfmusik. Als Trompeter spielte er unter Jakob Farner und kennt deshalb Kompositionen von Farner wie kein zweiter. Ewald Benz lässt jetzt mit einer neuen Formation die Musik der «Seldwyler» wieder aufleben.

Jakob Farner gründete 1952 die Seldwyler Dorfmusik. Es war eine kleine Blaskapelle mit einfacher Besetzung. Nebst einigen Nüünermusiken war die Seldwyler Dorfmusik einer der ersten Blaskapellen der Schweiz. Sie spielten praktisch ausschliesslich Kompositionen und Arrangements von Jakob Farner. Nach 30 Jahren wurde die Seldwyler Dorfmusik 1982 aufgelöst.

Jakob Farner wurde 1990 für sein Schaffen mit dem «Goldenen Violinschlüssel» ausgezeichnet. 1995 verstarb Farner 76-jährig.

Nach dem Ende der Seldwyler Dorfmusik übernahm Ewald Benz die Leitung der neu gegründeten Habsburg Musikanten, von denen er sich 2012 verabschiedete.

Die neue Seldwyler Dorfmusik

Im Gedenken an Jakob Farner gründete er die Formation «Ewald Benz und seine neue Seldwyler Dorfmusik». Gemeinsam mit seinem Freund, Komponist und Arrangeur Franz Watz setzt er die Musik von Jakob Farner für heutige Blaskapellen um. Die Formation veröffentlicht Mitte November eine CD im Gedenken an Jakob Farner.

In der Sendung «Potzmusig» spricht Karin Kobler mit Ewald Benz über Jakob Farner und die neue Seldwyler Dorfmusik.

Ausserdem in der Sendung: «Sepp‘s Traum» aus der «Sammlung Dür»

Beiträge

  • Sepp Omlin war der Klarinettist der LK Brünigklänge.

    Sepp Omlin träumte früher als angenommen

    Datiert ist die Aufnahme zwar auf 1971, aber wahrscheinlich ist sie viel älter. Davon geht Musikredaktor Dani Häusler beim Walzer «Sepps Traum» der Ländlerkapelle Brünigklänge aus. Er bezieht sich auf den Obwaldner Klarinettisten Sepp Omlin, der von 1908 bis 1994 lebte.

    Die entsprechende Schellackplatte, die sich in der «Sammlung Dür» findet, wurde wohl schon 1928 publiziert. Hinweise darauf finden sich wiederum im Lexikon der Schweizer Volksmusik von Ernst Roth. Speziell ist wohl auch die Aufnahmetechnik, die damals verwendet wurde

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Gespielte Musik

Moderation: Sämi Studer