Vergessene Blasmusik lebt auf

Am ersten Schweizerischen Buremusigträffe in Schwellbrunn spielen 12 Schweizer Formationen alte Blasmusikliteratur. Die Gruppen spielen ohne elektronische Verstärkung. Sie präsentieren ausschliesslich Schweizer Buuremusig-Kompositionen.

Dass beim Buremusigträffe ausschliesslich Buremusig-Kompositionen zum Zug kommen, ist bewusst gewählt: «Es ist schade, wenn diese Werke in der Schublade verstauben», findet Veranstalter Martin Sebastian. Karin Kobler hat mit ihm gesprochen und stellt die Veranstaltung in der Sendung «Potzmusig» vor.

Folgende Formationen treten beim ersten Schweizerischen Buremusigträffe auf:

  • Stegräfmusig Appenzell, AI
  • Wiggertaler Blaskapelle, LU
  • Gerold's MusikVagabunden, ZH+AG
  • Altdorfer Buremusig, UR
  • Fällander-Chreisel Musikanten, ZH
  • Lützelsee-Musikanten, ZH
  • Polkestra das originale Polkaorchester, BE
  • Schänner Blech-Füfermusig, SG
  • Old Brasser, BE
  • Stegräfler Haslen, AI
  • Blechbüx Untereggen, SG
  • 9er-Musik Kerns, OW

Beiträge

  • Die Original Streichmusik Alder Urnäsch: Emil Zimmermann, Hansueli, Jakob, Ueli und Erwin Alder.

    «Polka Nummer 1»

    Die Nummerierung der «Polka Nummer 1» erklärt Volksmusik-Experte Dani Häusler folgendermassen: «Bis zum 19. Jahrhundert spielten Formationen vor allem an Festen im eigenen Dorf.

    In Büchlein notierten sie ihr persönliches Repertoire, das vorzu mit weiteren Stücken ergänzt wurde, mit eigenen oder fremden Kompositionen. Diese Stücke wurden häufig einfach nummeriert».

    In der Aufnahme von 1961 spielt die Original Appenzeller Streichmusik aus Urnäsch die «Polka Nummer 1». Dani Häusler meint, dass es sich dabei wahrscheinlich um die 4. Generation Alder handelt, mit Ueli Alder an der Geige.

    Dani Häusler

Gespielte Musik

Moderation: Sämi Studer