Angesteckt? Abwarten und Tee trinken!

Kratzen im Hals, Niesreiz, leichte Kopfschmerzen: Machen sich diese Symptome bemerkbar, ist die Erkältung bereits da. Tipps für eine schnelle Genesung.

Junge Frau hat den Kopf aufgestützt und schaut direkt in die Kamera, in der Hand eine grosse Teetasse.

Bildlegende: Macht sich eine Erkältung bemerkbar, gönnt man sich am besten möglichst viel Entspannung. Imago

Überall hustet, schnieft und niest es – einer Erkältung aus dem Weg zu gehen, ist dieser Tage wirklich schwierig. Mit frischer Luft und gesunder Ernährung, fleissigem Händewaschen und dem möglichst konsequenten Meiden von Menschenmassen lässt sich eine Ansteckung oft vermeiden, aber eben nicht immer.

Machen sich die ersten Symptome bemerkbar, ist es allerdings schon zu spät. «Hat man sich mit einer der aktuell grassierenden Erkältungen angesteckt, lässt sich eigentlich nicht mehr viel tun», weiss «Puls»-Hausarzt Thomas Kissling. «Im Prinzip heisst das Motto dann einfach ‹abwarten und Tee trinken›.» Der verbreiteten Meinung, dass man einer sich anbahnenden Erkältung mit der rechtzeitigen Einnahme von Medikamenten und genügend Schlaf beikommen kann, mag er nicht gänzlich widersprechen: «Medikamente gegen die Erkältung selber gibt es zwar leider immer noch nicht. Die Mittel können aber die Symptome lindern und dabei helfen, zur Ruhe zu kommen.» Das könne dem Körper dann genug Zeit und Energie verschaffen, um mit dem Virus selber fertig zu werden.

Hat sich die Erkältung jedoch erst einmal festgesetzt, geht es darum, sie möglichst gut auszustehen. Dabei hilft:

  • Genug schlafen
  • Viel trinken
  • Ausgewogen ernähren
  • Stress und körperliche Belastungen vermeiden

Nicht zuletzt empfiehlt es sich, dem bereits geschwächten Körper keine weitere Ansteckungen zuzumuten. Wer seine Erkältung oder Grippe zuhause auskuriert, geht diesem Risiko aus dem Weg – und steckt selber auch niemand anderes an.

Schnäuzen oder hochziehen?

Auch wenn es in den Ohren der Mitmenschen alles andere als angenehm klingt: Läuft die Nase, sollte man sie nicht schnäuzen, sondern den Schleim besser hochziehen und herunterschlucken.

Der Grund: Beim explosiven Hochdruck-Schnäuzen wird immer auch etwas virengeladener Schleim in Stirn- und Nasennebenhöhlen geblasen, wo er zu einer Entzündung führen und das bereits bestehende Erkältungs-Elend noch verlängern kann. Zieht man den Schleim stattdessen die Nase hoch und schluckt ihn herunter, nimmt sich die Magensäure der Virenlast an und macht sie unschädlich. Klingt nicht sehr appetitlich, ist aber durch verschiedene Studien belegt.

Wem das Prozedere trotz gesundheitlichem Nutzen zu barbarisch ist, kann die Erkältungsdauer mit diesen Tipps trotzdem in Grenzen halten:

  • So wenig und so sanft wie möglich schnäuzen
  • Tropfende Nase nur abtupfen
  • Papiertaschentücher benutzen und nach einmaligem Gebrauch sofort entsorgen (am besten in einen mit einem Plastiksack ausgekleideten Abfalleimer mit Deckel)
  • Hände häufiger waschen als sonst