Auch Architektur kann krank machen

Studien zeigen: Je städtischer wir leben, desto mehr potenziell krankmachende Bazillen umgeben uns.

Hochhaussiedluing.

Bildlegende: Je städtischer wir leben, desto mehr potenziell krankmachende Bazillen umgeben uns. imago


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5:24 min, aus Wissenschaftsmagazin vom 13.02.2016

Nicht nur unser Darm oder unsere Haut sind von Mikroorganismen bevölkert, sondern auch unsere Wohnräume. Doch je nach Art des Wohnraums sind das ganz unterschiedliche Mikroorganismen. Das hat jetzt ein amerikanisch-brasilianisches Forscherteam herausgefunden. Und zwar untersuchte es Mikroben für einen systematischen Vergleich in vier sehr verschiedenen Lebensräumen des Amazonas-Gebietes:

  • Strohgedeckte Waldhütten ohne Aussenwände
  • Häuser mit Wänden, jedoch ohne Aussentür
  • Häuser in einer Kleinstadt
  • Häuser in der Grossstadt Manaos

An der University of Puerto Rico wurden man dann die Unterschiede in der Zusammensetzung der Mikroorganismen analysiert. Resultat: Je architektonisch organisierter der Lebensraum (wie das in Städten der Fall ist), desto höher die Konzentration potenziell krankmachender Bazillen. Auch Architektur kann also gesundheitsschädigend sein.

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