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Alltag & Umwelt Aufwärmen, einfrieren, anbrennen – problematisch oder nicht?

Gut ein Drittel unseres Essens landet im Abfall statt in unseren Mägen. Oft genug, weil man sich in der Küche an überholten Regeln orientiert. Welche stimmen, welche nicht? SRF-Redaktorin Brigitte Wenger nimmt drei unter die Lupe.

Legende: Audio Drei Mythen rund ums Essen abspielen. Laufzeit 02:57 Minuten.
02:57 min, aus Audio SRF 1 vom 28.04.2014.

«Pilze und Spinatreste nicht aufwärmen»

Als die Kühlschränke noch nicht den Standard unserer Tage hatten, war dies tatsächlich nicht empfehlenswert. Heute aber gilt: Wenn man's richtig anstellt, darf man das durchaus. «Richtig anstellen» bedeutet: Die Pilz- und Spinatreste schnell abkühlen und – am besten zugedeckt – im Kühlschrank aufbewahren. Das verhindert die Bildung von giftigem Nitrit und hemmt die Vermehrung von Mikroorganismen. Beim Zubereiten der aufgewärmten Reste dann darauf achten, dass sie genügend erhitzt werden.

Etwas Vorsicht ist allerdings auch heute noch geboten: Kindern sollte man nämlich keine aufgewärmten Pilze oder Spinatresten vorsetzen.

«Aufgetautes Fleisch nicht wieder einfrieren»

Diese Regel macht tatsächlich Sinn, denn das Auftauen und Wiedereinfrieren beschädigt die Struktur des Fleisches, was Mikroorganismen den perfekten Nährboden zur Vermehrung bietet. Zwar lässt sich dies mit schnellem Auftauen in der Pfanne und direktem Wiedereinfrieren prinzipiell umgehen, aber für den Alltagsgebrauch im Haushalt empfiehlt es sich nicht. Ergo: aufgetautes Fleisch möglichst bald konsumieren.

«Verkohltes ist krebserregend»

Ob am Toast oder an der Cervelat: Verbranntes sollte wohl besser weggeschnitten werden. Unter Laborbedingungen haben solche Krusten bei Mäusen jedenfalls häufig zu Krebs geführt. Ob und wie weit sich diese Ergebnisse auf den Menschen übertragen lassen, ist zwar noch unklar, aber die Wissenschaft geht davon aus, dass die verkohlten Krusten zumindest einen Risikofaktor darstellen.

Praxistipps für die Küche:

  • Fleisch lieber schonend garen statt grillieren.
  • Beim Grillieren darauf achten, dass kein Fett in die Glut/Flammen tropft.
  • Brot so lange wie nötig und so kurz wie möglich backen.

«Güsel. Die Abfalldetektive»

Die drei Abfalldetektive der Serie: Gabriel, Oli und Michel

Wir produzieren täglich Müll und entsorgen ihn liebevoll in Säcke verpackt. Doch manch einer von uns entsorgt zur falschen Zeit, am falschen Ort das Falsche. Das ist dann ein Fall für die Abfalldetektive. Die unterhaltsame SRF-Serie läuft webexklusiv.

www.srf.ch/guesel

2 Kommentare

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  • Kommentar von Marianne Roe, Gwatt
    Ich neme mal die Schweiz als Beispiel: Wenn wir Schweizer nur noch das kaufen würden, was wir wirklich essen können + wollen, bräuchte es nur ca. die Hälfte der Lebensmittel in den Verkaufsgeschäften +somit auch nur noch die Hälfte der Geschäfte oder nur halb so grosse Geschäfte (würde mir besser gefallen). Wir wissen alle, dass die Lebensmittelindustrie dagegen mit Erfolg mit Geldzahlungen an gewisse Leute + Unternehmen(Korruption) vorgeht, damit ihr Geschäft weiterblüht. Sie + ich sind schuld!
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  • Kommentar von Marianne Roe, Gwatt
    Statt dass man Kinder schon von klein auf zu Hause lernt, was gut + schlecht ist, so wie man das früher auch konnte, werfen die heutigen Familienoberhäupter alles weg da Sie es nicht besser wissen und ihre Kinder sind ja sowieso in der Kita oder in der Schule und sie selber essen frisches FastFood. Ich werfe wirklich sozusagen keine Lebensmittel mehr weg seit ich wirklich nur noch das kaufe, was ich innert 1 - 2 Tagen essen werde. Das Wegwerfen wird auch von der Lebensmittelindustrie angeheizt.
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