Hund im Dienst, bitte nicht stören!

Helfer auf vier Pfoten: Hunde sind nicht nur der treue Begleiter und Seelentröster des Menschen. Sie helfen auch jenen durch den Alltag, die mit einer Einschränkung leben.

Egal, ob Blindenhund, Diabetikerhund, Epilepsiehund oder Helfer für Gehbehinderte: Assistenzhunde führen einen lebenswichtigen Job aus – und deshalb sollte man sie während des Einsatzes nicht ablenken.

Als einfache Regel gilt: Alle Assistenzhunde sind durch ein Geschirr oder ähnliches gekennzeichnet, wenn sie «im Dienst» sind. Wenn man das sieht gilt, heisst es Hände weg, hier ist ein Vierbeiner mit höchster Konzentration bei der Arbeit!

Begegnet man einem Assistenzhund, sollte man folgende Regeln beachten, rät Susanne Müller, stellvertretende Leiterin des Assistenzhundezentrums Schweiz:

  • Grundsätzlich gilt: Einen Hund im Einsatz nicht ablenken oder streicheln. Das irritiert den Hund und stört ihn in seiner Konzentration. Und das irritiert auch zum Beispiel sein sehbehindertes Herrchen oder Frauchen. Denn so ausgebildete Hunde können klar zwischen Arbeit und Freizeit unterscheiden.
  • Assistenzhunde deshalb auch nicht füttern.
  • Andere Hundebesitzer sollten ihre Hunde an die Leine und auf die andere Seite nehmen, wenn sie einen Assistenzhund sehen. Wenn möglich wechselt man die Strassenseite oder macht einen weiten Bogen, und hält in jedem Fall den eigenen Hund vom Assistenzhund fern. Ist all das nicht möglich, kann man sich durch Rufen bemerkbar machen und warnen, falls man nicht ausweichen kann.
  • Kommunikation ist das A und O: Miteinander reden sowie Rücksicht und Toleranz zeigen.
  • Wenn der Assistenzhund Probleme seines Herrchens oder Frauchens anzeigt, dann unbedingt helfen!