Innovativer Stift hilft Parkinsonpatienten

Bei Parkinson wird die Schrift mit der Zeit immer kleiner und kleiner. Es kommt zur Mikrographie. Am Ende gibt es nur noch eine einzige Linie. Ein Parkinson-Stift kann bei diesem Problem helfen, da er die Schrift vergrössert.

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Schreibhilfe für Parkinsonpatienten

0:34 min, aus Puls vom 22.6.2015

Statistisch gesehen erkrankt jeder 500. Mensch während seines Lebens an Parkinson. Mit der Entwicklung der Krankheit entwickelt sich auch die Schrift von Betroffenen in eine negative Richtung. Die Buchstaben werden mit der Zeit kleiner und kleiner. In der Fachsprache nennt man diese Entwicklung Mikrographie. Die Schrift kann dabei so klein werden, dass am Ende quasi nur noch eine einzige Linie und keine Buchstaben mehr sichtbar sind.

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat die 27-jährige Designerin mit ihrem Team vom Royal College of Art in England einen «Parkinson Stift» entwickelt, der der Mikrographie entgegenwirkt. Mit Erfolg: Über 90 Prozent der Testpersonen erreichten mit dem neuen Schreibgerät eine deutlich grössere Schrift.

Bislang handelt es sich jedoch erst um einen Prototypen. Die Designer wollen ihn aber demnächst mit Hilfe einer Firma produzieren, damit er für jedermann käuflich ist.

Stimulierende Vibrationen

Die Funktionsweise des Stifts ist relativ einfach. Durch Vibrationen während des Schreibens werden die Muskeln in der Hand stimuliert, was dazu führt, dass der Betroffene grössere Schwingungen beim Schreiben vollführt. Der Stift vibriert auch nicht allzu stark, sodass man immer noch mühelos schreiben kann. Im Gegenteil: Die Testpersonen sagten sogar, dass ihnen die Vibrationen des Stifts ein grösseres Gefühl von Kontrolle der Hand geben.

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